Controller magazin
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Ausprägung
Kompetenzkategorien
Persönlichkeitskompetenz
E insat z f reude
Se l bs td i sz i p l i n
Ent sche i dungs fäh i gke i t
Wi s s ens kompe t en z
Fachkenntn i sse
Fachkönnen
Beu r t e i l ungs ve rmögen
Soz i a l kompe t enz
Kooperat i onsbere i t schaf t
Füh r ungsve r ha l t en
' Mo t i va t i ons f äh i gke i t
Un t e r nehme r i sche Kompe t enz
' Z i e l o r i en t i e r ung
• Kreat i v i tät
• Wi r t scha f t l i chke i t sdenken
I I
Pro j ektmanager
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Teammi t g l i ede r
gering
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mittel
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• •
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hoch
O B
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•
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•
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Abb.
4:
Unterschiede bzgl. Kompetenzkategorien
- Ausprägung
„Projektleiter"
vs. „Teammitglied" (Quelle: Nagel 1999)
1 . 2 Planungs inhal te
Im Rahmen der Planungsphase ist die
Konzeption eines realistischen Projekt–
zeitplans von besonderer Bedeutung.
Wi rd der Multimediaauftrag von einem
größeren Team ausgeführt , muss der
Hersteller sicherstellen, dass die im Vor–
feld definierten Meilensteine - abgeleitet
oder orientiert an den Hauptprozessen
bzvj.
dem Pflichtenheft - erreichbar sind.
Insbesondere gilt es einzuplanen:
-
Wartezei ten - z. B. kann sich die
Materialanl ieferung für die Produkti –
on verzögern oder die Abklärung von
Rechten an Bildern mehr Zeit als er–
war tet in Anspruch nehmen.
-
Technikprobleme - z. B. bei der In–
stallation neuer Hard-/Software, Aus–
fall von Produkt ionsequipment .
-
Personalkapazitäten - hierunter las–
sen sich Faktoren subsumieren,
die
die Produktivität/Kreativität der Mit–
arbeiter beeinträchtigen:
z. B.
Krank–
heit, Ur laub, Seminare, Schulungen,
Arbei tsplatzwechsel .
Arbeitskapazität ; zu beachten sind -
beim Auftraggeber und/oder Koope–
rationspartnern - Feiertage, Betriebs–
ur laub u. ä.
|ede Planung von Mul t imedia-Produkten
muss, um praktikabel zu sein, folgenden
Anforderungen genügen: Der
-
ausgearbeitete Zeitrahmen sollte -
sowohl im eigenen als auch im Inter–
esse des Kunden - realistisch sein;
-
dargestellte Umfang an Details muss
zu den Zielsetzungen des Plans in
einem vernünftigen Verhältnis stehen;
-
Bei komplexen Produkt ionen sollte
die Planerstellung vorzugsweise auf
der Basis eines Netzplans erfolgen,
dami t
• Tät igkei ten in einer logischen,
realisierbaren
Abfolge angegeben
• Prioritäten anhand der Netzplan–
zeitanalyse quantifizierbar
sind;
-
Die Einteilung hat eine flexible Struk–
tur aufzuweisen, damit sie angesichts
des Projektfortschritts und/oder bei
Veränderungen leicht auf den aktuel–
len Stand gebracht werden kann.
Termine sowie temporale Abläufe stellt
man bei weniger komplexen Multime–
dia-Produktionen in Form einer Termin–
übersicht oder eines Balkendiagramms
(z. B. Gantt-Diagramm) dar; bei komple–
xen und stark verzweigten Projekten -
etwa aufgrund mehrerer Kooperations–
partner - als Netzplan oder in Struktur–
plänen. Um die Planungsarbeit zu er–
leichtern, bietet sich die Anwendung ent–
s p r e c hende r Pro j ekt Ma n a g eme n t -
Softwareprogramme an.
Computerprogramme eröffnen die Mög–
lichkeit,
Über s i cht en dergestal t
z u
fil–
tern , dass sie ledigl ich Mei lenstein–
akt ivi täten darstel len.
Dies ist sehr hilf–
reich für die Einschätzung der Projekt–
entwicklung - z. B. durch das Projekt-
Control l ing - einerseits sowie hinsicht–
lich der Zeitkomponente und der Kosten
andererseits. Fernerhin bieten solche v i –
suellen Darstellungen Hilfen bezogen auf
-
das Projekt-Berichtswesen,
-
die Projektleitung,
-
den Kunden.
Der Kunde möchte vielfach eine schnelle
Auskunft, in welchem Stadium der Reali–
sierung sich sein „Mul t imedia-Produkt"
bef indet . Der Pro j ektmanager/ l e i ter
muss während der Gesamtdauer jeder–
zeit zwei einander ergänzende Fragen
beantworten können: Wo befindet sich
das Projekt
-
laut Mei lensteinplan zum gegen–
wärt igen Zeitpunkt
-
augenbl ickl ich realiter auf dem Plan.
2. Projekt-Realisierung
Nach Abschluss der Planungsphase gilt
es, das Projekt - z. B. ein elektronisches
Vertriebsunterstützungssystem - gemäß
dem Mei lensteinplan realiter umzuset–
zen. Hierfür ist ein Realisierungskonzept
zu entwickeln, welches nachfolgende
Grobstruktur aufweist:
-
Prozesskatalogerstel lung (Abb. 5),
unterteilt in
• Hauptprozesse
• Tei lprozesse
• Akt ivi täten;
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