acquisa 9/2016 - page 75

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»Am besten gibt es nur noch ein Fix-
Gehalt, zumindest sollten Team-Boni
gezahlt werden«, so Geisler. Motivation
komme in agilen Firmen von innen he-
raus, nicht durch monetäre Anreize.
Zu den agilen Werkzeugen, die Geisler
nutzt, gehört das Kanban-Board, eines
der populärsten Mittel zur Visualisie-
rung von Prozessen. Die einzelnen Auf-
gaben der Mitarbeiter werden auf Kärt-
chen vermerkt und durchlaufen auf
einer Pinnwand einen Prozessabschnitt
nach dem anderen. Dadurch ist auf ei-
nen Blick erkennbar, wo es eventuell
Engpässe gibt und wie weit die Mitar-
beiter mit ihren jeweiligen Aufgaben
sind. Phillip Bürck, Geschäftsführer des
Logistik-Unternehmens Bürck-Habich
in Offenburg nutzt das Kanban-Board
sogar als Alternative zum CRM. »Früher
gab es immer wieder einen Stau beim
Abarbeiten von Kundenkontakten«, so
Bürck. »Mit dem Kanban-Board ist alles
viel übersichtlicher, es fällt viel leichter,
zu priorisieren. Außerdem wird offen-
sichtlich, wie hoch die Arbeitsbelastung
in einzelnen Phasen ist und wann eine
Kapazitätsgrenze erreicht wird.« Durch
CRM habe die Kommunikation gelitten,
niemand habe sich für einzelne Projekte
verantwortlich gefühlt. Das hat sich
durch die Arbeit mit Kanban geändert.
Ein agiler Vertrieb ist auch für Rolf Fried-
rich, Director bei der Unternehmensbe-
ratung Kienbaum in Gummersbach,
eine Verkaufsorganisation, die schnell
Trends erkennt und darauf reagiert.
Methoden wie Kanban oder Scrum sind
für ihn filigrane Werkzeuge, entschei-
dend sei aber eine Vertriebssteuerung
mithilfe quantitativer Kennzahlen.
]
SUMMARY
p
AGILE METHODEN 
versuchen, durch
einfache und klar strukturierte Abläufe
Projekte und Organisationen flexibler
zu machen. Wichtig ist das Arbeiten im
Team sowie der Verzicht auf fixe Pläne.
Denn auf etwaige Veränderungen im
Markt muss schnell reagiert werden.
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